Im Juli werden sich 160 Gemeinderäte aus zehn Gemeinden des Landkreises Regensburg und des Landkreises Cham im bayerischen Wörth treffen, um einen gemeinsamen Beschluss zum Thema Windenergie zu treffen. Dabei geht es vorrangig um die öffentliche Auslegung eines Teilflächennutzungsplans für die Windkraft.
Der gemeinde- und landkreisübergreifende Entwurf soll dann für alle zehn Gemeinden gelten. „Das soll ein Paukenschlag für alle werden. Jeder soll zum gleichen Zeitpunkt den gleichen Wissensstand haben.“ so Thomas Dengler, Bürgermeister von Falkenstein.
Die Bekanntgabe der künftigen Standorte soll nicht nur die Faktenlage klären, sondern auch mögliche Investoren anlocken. Landrat Franz Löffler erklärt, dass dabei möglichst Investoren aus der Gegend zu gewinnen sind, um die kommunale Wertschöpfung zu erreichen und die Bürger beteiligen zu können. Diese sollen ihre Einwände und Verbesserungsvorschläge bei den Planungen einbringen.
Auch im westlichen Altlandkreis Waldmünchen haben alle Gremien den Entschluss gefasst, bis Juni einen Teilflächennutzungsplan für die Windenergie aufzustellen. Der Bürgermeister von Waldmünchen, Markus Ackermann erklärt, dass bereits 2013 der Bau einer ersten Anlage im Waldmünchener Bereich beginnen könne. „Dafür muss alles wie geschmiert laufen. Aber das haben wir nicht in der Hand“.
Eine genaue Standortprüfung sei aufgrund des geplanten Bürgermodells nötig, ebenso wie ein naturschutzrechtliches Gutachten. In Rodingen werde der Aufstellungsbeschluss für den Flächennutzungsplan erst zu Jahresende erfolgen. Bürgermeister Franz Reichold rechnet mit Vorrangflächen in den großen Bereichen der Staatsforste, aber auch mit Widerstand gegen Windräder. „Das stört nur die jetzige Generation, die nächste nimmt es als gegeben hin.“, so Reichold.