Am Abend des 10. Mai fand in der Schottener Festhalle eine Bürgerversammlung statt, bei der es um die Ausweisung mehrerer Windkraft-Standorte ging. Dazu verabschiedete der Magistrat eine umfangreiche Planung.
Am Montag, 14. Mai soll die Beschlussvorlage im Schnellverfahren genehmigt werden. Bereits am 23. Mai werden die Planungen von seiten der Stadtverordneten endgültig beschlossen und abgesegnet. In der vergangenen Woche bekam das Thema Windkraft im Hohen Vogelsberg durch eine Informationsveranstaltung von Hessen Forst einen deutlichen Schub. So habe laut Bürgermeisterin Susanne Schaab der Magistrat den Verzicht der Windkraftnutzung im Oberwald beschlossen.
Schotten plane ein Vorranggebiet im Bereich Alte Burg sowie im Bereich der Feldkrücker Höhe. In Wirklichkeit beschloss der Magistrat laut Einladung zu den Ausschusssitzungen weitaus mehr. So sollen vier Vorrangflächen auf dem Gebiet der Großgemeinde ausgewiesen werden.
Bereits 2013 sollen bis zu sechs Windenergieanlagen auf privatem und städtischem Gebiet gebaut werden, indem für das Gebiet Alte Burg die Voraussetzungen in einem sogenannten abweichenden Verfahren vom derzeit gültigen Regionalplan geschaffen werden. Die Eile wird mit der weiteren Senkung der Einspeisevergütung für 2014 begründet.
Nach Beschlussvorlage des Magistrats seien Anlagen in den Bereichen Charlottenhöhe und Sieben Ahorn „notwendig und sinnvoll“. Außerdem werden zwei weitere Vorranggebiete mitten im Oberwald sowie in der Gemarkung Rainrod vorgeschlagen. Der Magistrat will jedoch vom Bau von Windenergieanlagen im Bereich Rehberg in Eschenroder Gemarkung sowie im Hillerswald in der Gemarkung Burkhards absehen, da die 190 Meter hohen Windräder „aus Richtung Wetterau weit sichtbar“ seien.
Im Falle der Verwirklichung der Pläne Schottens sowie der Kommunen im Umfeld, so könnten in einigen Jahren auf dem Kamm des Hohen Vogelsberges mehr als 90 Windenergieanlagen ihre Dienste verrichten.