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22.12.2011 08:21
Kategorie: Umwelt, Netzaufbau

Wasserstoff als Windenergiespeicher


Mit der Energiewende sind zahlreiche, hoch gesteckte energiepolitische Ziele verbunden. Neben einem verstärkten Netzausbau sei laut Staatssekretärin Dr. Tamara Zieschang auch Energiespeicher nötig, da überschüssige Energie oftmals ungenutzt verloren geht. „Nicht immer deckt die Nachfrage nach Strom das Angebot und umgekehrt gibt es Zeiten, in denen die Windräder mehr Strom produzieren, als benötigt.

Wasserstoff hat das Potenzial, in ausreichendem Umfang erneuerbare Energie aus Wind zu speichern“, betont Zieschang. Um Lösungen in der Speicherfrage zu ermitteln, wurde in Berlin am 7. Dezember die Initiative „performing energy – Bündnis für Windwasserstoff“ gegründet, die aus vielen namhaften Vertretern der Wissenschaft, Industrie sowie aus Organisationsmitgliedern der Umwelt- und Technologieförderungsbranche besteht. “Schleswig-Holstein ist ein Stromexportland und wird es auch bleiben.

Die Weiterentwicklung von Speichertechnologien ist dabei unverzichtbar”, erklärte die Staatssekretärin. Derzeit seien in Schleswig-Holstein Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von rund drei Gigawatt installiert. Durch Maßnahmen im Repowering der Anlagen sowie einer Ausweisung von 1,5 Prozent der Landesfläche für Windenergienutzung, erwartet man mindestens eine Verdreifachung der installierten Leistung bis zum Jahr 2015.

Dadurch, dass die Erträge aus erneuerbaren Energien Schwankungen unterliegen, kämen Produktion und Nachfrage oftmals in Konflikt. „Wir werden verstärkt Einspeisemanagement und Lastmanagement brauchen. Die bereits heute netztechnischen notwendigen Abschaltungen von Erzeugungsanlagen kann nur eine Notmaßnahme sein und sollte durch Speichertechnologien entgegnet werden” so Zieschang.

Durch erste Versuchsprojekte von Partnern der Initiative soll die Umsetzung und Rentabilität von Wind-Wasserstoff-Systemen erforscht werden. Der „Windwasserstoff“ könne in der chemischen Industrie oder als Teil der Brennstoffzellentechnologie verwendet, oder in Kavernen in den unterirdischen Salzstrukturen Norddeutschlands gespeichert werden.


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