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09.02.2012 20:16
Kategorie: Regional, Projekte

Überlandzentrale Unterfranken baut Windkraft in der Region aus


Hoch über dem Maintal, zwischen dem zu Gädheim gehörenden Bayerhof und dem Schonunger Ortsteil Waldsachsen wird die erste von fünf Windenergieanlagen der Unterfränkischen Überlandzentrale in die geplanten 140 Meter Höhe aufgestellt.

Der Turm der Anlage wird 110 Meter hoch sein und auf dem 2000 Tonnen schweren Betonfundament stehen. Die gigantische Anlage aus der aktuellsten Bauserie „Enercon E 82“ erreicht dann eine endgültige Höhe von 140 Metern. Sollten die Witterungsbedingungen günstig sein, ist die Aufnahme der Stromproduktion der fünf Anlagen bereits in drei Monaten möglich, so Robert Ruppenstein, der beim Lülsfelder Versorger Beschaffung und Vertrieb zuständig ist.

Auf der Anhöhe neben der B 303 erzeugen bereits heute drei Anlagen in direkter Nachbarschaft sauberen Windstrom, die der Iphofener Unternehmen Windkraft Bayerhof GmbH gehören. Längst bekennt sich die Unterfränkische Überlandzentrale zu den wegweisenden, regenerativen Ideen, sodass sie ebenso viel Investitionen in Windkraft tätigt. Im Windpark Zieger bei Neumarkt mit knapp 2,0 MW sowie im Windpark Domitz bei Halle mit 1,6 MW ist die ÜZ bereits beteiligt.

Mit den fünf bei Waldsachsen entstehenden Anlage will die Überlandzentrale Unterfranken insgesamt 11,5 Megawatt aus Windkraft gewinnen. Die Kosten dafür belaufen sich auf 15 bis 18 Millionen Euro. Eigens für diesen Standort gründete die ÜZ eine Tochter in Form einer Betreibergesellschaft, die ÜZ Windpark Schonungen GmbH & Co. KG mit Sitz in Schonungen. Regionale Partner sollen sich dann zum Teil an dem Projekt beteiligen können. Über 16,5 Kilometer lange Leitungen wird der erzeugte Strom von Waldsachsen zum neuen Umspannwerk der ÜZ in der Nähe von Heidenfeld transportiert.

Das in der Nähe der Anlagen befindliche Kernkraftwerk Grafenrheinfeld, welches 1300 Megawatt leistet, soll voraussichtlich 2015 stellgelegt werden. Die Überlandzentrale spricht jedoch von großen Fortschritten auf ihrem Weg Z aus dem Atomzeitalter. So kommen derzeit bereits 40 Prozent des abgegebenen Stroms aus regenerativen Energien.


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