Der Ausbau der Kapazität erneuerbarer Energien in Europa erreichte im Jahr 2011 ihren Höchststand. Mittlerweile stammen 31 Prozent der EU-weiten Energiekapazität aus erneuerbaren Quellen.
Allen voran spielt die Windkraft eine wichtige Rolle. Mehr als zehn Prozent der Energiekapazität wird von Windenergieanagen gestellt. Nach Zahlen des Europäischen Windenergie-Verbandes EWEA wurden in Europa im vergangenen Jahr rund 13 Milliarden Euro in den Ausbau der Windenergie investiert und die Gesamtkapazität auf 96.600 Megawatt erhöht werden. Dies ist annähernd so viel wie die USA und China gemeinsam.
Deutschland hält in Europa die Spitzenplatzierung mit 29.060 Megawatt aus Windkraft, gefolgt von 21.674 Megawatt in Spanien. Auf dem dritten Platz rangiert Frankreich mit 6.800 Megawatt.
Die Stromproduktion durch Windenergieanlagen in der Türkei ist indes um 36 Prozent gestiegen, sodass die Stromproduktionkapazität auf 1.799 Megawatt gesteigert werden konnte. Ende 2010 waren dies erst 1.329 Megawatt. Damit überholte die Türkei sowohl Irland mit seinen 1.631 Megawatt, als auch Österreich mit 1.084 Megawatt.
Im gesamten Europavergleich belegt die Türkei mit ihrem Windkraft-Ausbau den zehnten Platz. Durch erhöhtes Windaufkommen und staatliche Förderprogramme boomt auch in Rumänien der Windmarkt. Bereits 2008 legte die Bukarester Regierung ein Gesetz zur Förderung erneuerbarer Energien fest. Während 2010 noch weniger als 500 Megawatt Windkraft-Kapazität installiert war, lag diese im Jahre 2011 bereits bei 1.000 Megawatt.