Bereits in diesem Sommer werden zwei Windenergieanlagen mit einer Leistung von jeweils 2,3 Megawatt in Ivendorf und Pöppendorf installiert. Dazu setzte die Stadtwerks-Geschäftsführerin Annie Lykke Gregersen in Ivendorf nahe des Skandinavienkais den symbolischen ersten Spatenstich. Zuvor müsse noch ein Betonfundament von 20 Metern Durchmesser und 3,5 Metern Tiefe gegossen werden.
Beide Anlagen werden etwa Mitte Juni nach Lübeck geliefert und nach Plan innerhalb von vier Tagen installiert. Die Kosten für diese Investition belaufen sich auf sechs Millionen Euro. Die Anlagen versorgen rund 2500 Haushalte mit Strom.
Der neuen Windstroms kann zudem sehr einfach in das örtliche Netz eingespeist werden, da bereits vor zwei Wochen in nur 300 Metern zur Ivendorfer Anlage ein 30-KV-Mast errichtet wurde. „Die Mittelspannungsleitung zwischen dem 30 Meter hohen Strommasten und der Windkraftanlage wurde bereits verlegt“, so der Projektleiter bei den Stadtwerken, Jens Kaben. Daher seien neue Überlandleitungen nicht nötig.
Die beiden Windenergieanlagen ersetzen im Rahmen einer Repowering-Maßnahme vier ältere, kleinere Windräder und liefern deutlich größere Energieerträge bei ruhigerem, geräuscharmem Betrieb. „Die Anlagen erhalten unter anderem eine Abschalt-Automatik, die bei tief stehender Sonne den Betrieb einstellt, um unverhältnismäßigen Schattenwurf zu verhindern“. so Kaben.
Auch würden die Anlagen zum Schutz von Fledermäusen an bestimmten Zeiten abgeschaltet. Um den Eingriff in die Natur auszugleichen, haben die Stadtwerke außerdem eine 18.000 Quadratmeter große Fläche gekauft. Diese könne sich völlig frei entwickeln. Die Lübecker Standorte sind außerdem am dänischen Offshore-Windpark Dong Energy Nysted I. beteiligt.