Nach einer ruhigen Phase in der Diskussion um Standorte für Windenergieanlagen im nordrhein-westfälischen Kalletal, gibt es dank einer Informationsveranstaltung im "Taller Krug" wieder Gesprächsstoff.
Seit Jahren verfolgt der Kalletaler Wolfhard Cichos mit seinem Unternehmen „Bürgerwindpark Kalletaler Windkraft“ konkrete Ziele. So plane Cichos die Installation dreier Großanlagen nahe Osterhagen. Dazu reichte er beim Kreis Lippe im März 2011 einen Antrag zum Bau und Betrieb. Die Zustimmung wurde ihm im April verweigert. Trotz des neuen Windenergieerlasses in NRW scheint sich kommunalpolitisch nicht viel zu bewegen, weswegen Cichos die Veranstaltung im „Taller Krug“ organisierte.
Etwa 60 Bürger nahmen an diesem Informationsabend teil. Nach Angaben von Cichos seien der Rafelder Berg mit dem Hellberg bei Hohenhausen sowie Osterhagen die mit Abstand vielversprechendsten Gebiete für neue Windräder. Besonders Osterhagen ist für Cichos "auch aufgrund der vorhandenen Überlandleitung und der Zustimmung zum Anschluss der Windräder durch den Energieversorger Eon Westfalen-Weser", von großem Interesse.
Auf einer 18 Hektar großen Fläche und 1.200 Meter Abstand zum Taller Dorfrand ließen sich durch die drei Anlagen jährlich 45 Millionen Kilowattstunden Strom gewinnen. Dies mache 80 Prozent des Kalletaler Strombedarfs aus, so Cichos. Auch die Kommune soll von diesem Projekt profitieren. Ab dem ersten Betriebsjahr winken der Gemeinde Kalletal jährlich 80.000 Euro aus Gewerbesteuereinnahmen.