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13.06.2012 17:44
Kategorie: Umwelt, Genehmigung, Regional

Nach Nabu-Klage: Windräder bei Ulrichstein abgeschaltet


Foto von sonnentau

Der Verwaltungsgerichtshof in Kassel entschied kürzlich in einem Eilverfahren über die Abschaltung von fünf der sieben bei Ulrichstein im Vogelsberg befindlichen Windenergieanlagen. Zuvor klagte der Nabu Hessen gegen die Windräder, da sie eine Gefahr für Rotmilane und Schwarzstörche darstellten.

Einnahmeverlust befürchtet

Die landeseigene Hessenwind-Gesellschaft betreibt vier der stillgelegten Windenergieanlagen, die fünfte wird von der Kommandit-Gesellschaft Bürgerwind Ulrichstein betrieben. Laut Hessenwind gehen den Eigentümern dadurch täglich 1000 bis 2000 Euro an Einnahmen verloren. „Wenn dieser Zustand mehrere Monate anhält, dann kann das zur Insolvenz führen“, so der Ulrichsteiner Alt-Bürgermeister und Geschäftsführer der Bürgerwind Ulrichstein KG, Erwin Horst.

Die KG betreibt insgesamt drei Anlagen, wovon zwei weiter betrieben werden dürfen. Seit Herbst 2011 ist der Windpark im Betrieb, in den 137 Bürger der Stadt Ulrichstein und angrenzender Gemeinden insgesamt rund 11,7 Millionen Euro investiert haben. „Diese Menschen haben im Vertrauen auf die Genehmigung der Anlagen durch das Regierungspräsidium Gießen ihr Geld in das Projekt gesteckt“, so Horst.

Im Februar 2011 hatte das Regierungspräsidium die Genehmigung zum Bau der sieben Windräder erteilt, die zwischen zwei bestehenden Windparks mit insgesamt 24 Anlagen liegen. Mit dieser Entscheidung des Kasseler Verwaltungsgerichtshofs sei nun bewiesen, dass sowohl Vorranggebiete für Windkraft als auch für den Artenschutz in den Regionalplänen ausgewiesen werden müssten. „Das schafft Rechtssicherheit für die Investoren und nützt der Umwelt“, erklärt Nabu-Geschäftsführer Hartmut Mai.


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