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28.05.2012 18:38
Kategorie: Umwelt, Genehmigung, Regional

Mittenwalder Stadtverordnetenversammlung gegen Aufhebung des Landschaftsschutzes


Auf den ehemaligen Rieselfeldern am Schönefelder Kreuz plant das Unternehmen Berliner Stadtgüter GmbH die Installation von 20 bis 25 Windenergieanlagen, sowie eine Photovoltaikanlage auf einer 40 Hektar großen Fläche bei Boddinsfelde.

Dafür ist die Ausgliederung von 780 Hektar aus dem 18.800 Hektar großen Landschaftsschutzgebiet „Notte-Niederung“ geplant. Die Stadtverordneten in Mittenwalde reagieren ablehnend und empört zu diesen Plänen. „Hier soll eine der Allgemeinheit dienende Naturlandschaft für ein Berliner Energie-Projekt aufgegeben werden“, so der Bürgermeister Uwe Pfeiffer.

Die Verordnung über das Schutzgebiet enthält Fehler in Details wie Karten oder Flurstücksbezeichnungen. Dies nahm die Berlin Stadtgüter zum Anlass, Klage einzureichen, die letztendlich zu einem Kompromiss mit dem Land Brandenburg führte. „Das riecht nach abgekartetem Spiel“, erklärt die Ragower Ortsvorsteherin Maja Buße. So würden Formfehler benutzt, um den Landschaftsschutz auszuhebeln.

Das Tourismuskonzept ihres Ortsteils sieht sie durch die Pläne der Berliner Stadtgüter gefährdet. „Wir wollen doch keine riesigen Energie-Plantagen anlegen, sondern bringen die Windkraftanlagen mosaikförmig ein“, betont Peter Hecktor, Geschäftsführer der Berliner Stadtgüte. So gehöre auch die preiswerte Erzeugung von Energie vor Ort zur Energiewende.

Niemand habe sich jahrzehntelang für das Gebiet interessiert, doch nun gäbe es eine Welle der Ablehnung. Das Nein der Mittenwalder Stadtverordnetenversammlung dürfte jedoch nur für kurze Zeit von Wirkung sein. „Die Entscheidung trifft der Verordnungsgeber, also das Umweltministerium“, so Alrun Kaune-Nüßlein, Sprecherin des Umweltministeriums.


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