Für einen bestmöglichen Energieertrag aus Windkraft sind große Nabenhöhen unabdingbar. So plant auch die Firma Bavaria Windkraft den Bau einer besonders hohen Anlage in Bayern.
Sie soll einen Kilometer von Blossenau im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen entstehen und über eine Höhe von 200 Metern verfügen. Die benachbarten Tagmersheimer fordern dabei allerdings ein Mitspracherecht. Herbert Kuglers Unternehmen Bavaria Windkraft aus Kienberg hat mit diesem Projekt etwas sehr großes ins Auge gefasst. Nach Angaben des Tagmersheimer Bürgermeisters Georg Schnell soll die Anlage unmittelbar der Donau-Ries-Grenze auf oberbayerischem Gebiet in der Nähe des Staatsforsts zwischen Blossenau und Ammerfeld installiert werden.
Dabei verfügt der Rotor über einen Durchmesser von 113 Metern. Allerdings soll sich der Betrieb des Windrades als sehr leise Angelegenheit erweisen. So beträgt die Lautstärke des Rotors laut Kugler maximal 35 Dezibel. Dies sei bei Anlagen der neuesten Generation durchaus üblich, doch nicht nur der leise Betrieb kann sich sehen lassen. Auch die Effizienz der Onshore-Anlage sei äußerst hoch und verspricht hohe Winderträge, besonders bei dieser Höhe des Windrades.
Kugler reichte bereits einen Bebauungsplan in der Gemeinde Rennertshofen ein, die in dieser Sache zuständig ist sowie sich Besitz des Grundstücks befindet. Das Windrad soll bis zum Herbst des nächsten Jahres mit 13 Rotorumdrehungen pro Minute grünen Strom liefern.