Nach Angaben der Financial Times Deutschland plant das Solarzellen-Unternehmen Masdar PV aus Abu Dhabi, sich am deutschen Windenergiemarkt zu beteiligen. Entsprechende Verhandlungen seien bereits in vollem Gange.
Masdar PV erwarb bereits vor vier Jahren zwanzig Prozent des London Array-Windparks. Jedoch sei das deutsche Angebot nicht ganz so attraktiv, lautete es in der Pressemeldung. Gegenwärtig spreche die große Entfernung von der Küstenregion, sowie die Platzierung der Offshore-Windparks in zu tiefen Gewässern noch nicht für eine Großinvestition hierzulande.
Der Einstieg für Masdar PV in den deutschen Windmarkt sei noch nicht rentabel, obwohl der bloße Kostenteil durch günstigere Anlagen verringert werden könnte. Jedoch sei es Tatsache, dass der größte Teil auf Planung und Errichtung neuer Anlagen fallen würde.
Das Unternehmen aus Abu Dhabe ist nicht nur an Windenergie-Investitionen interessiert, sondern auch an der Solarenergie hierzulange. So errichtete Masdar PV gar einen Photovoltaik-Park im Thüringer Raum. Ebenso seien weitere Solarparks deutschlandweit in Planung. Die Investoren lehnen es jedoch ab, Solarparks in Abu Dhabi selbst zu errichten. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass der Konkurrenzkampf mit asiatischen Investoren zu groß sei, lautete es von Seiten des Unternehmens.
Darüber hinaus erwägen die Geschäftsleute Abu Dhabis die Zusammenarbeit mit E.ON sowie dem Technologiekonzern Siemens. Abu Dhabi kann gar zum Thema „Nabucco-Pipeline“ eine angestrebte Beteiligung nicht ausschließen.