Die baden-württembergische Stadt Lauterstein will in puncto Windkraft auf aktive Steuerung setzen. Ein Stolperstein für die Kommune ist die noch derzeit unklare Rechtslage. Man suche außerdem einen umfangreichen und transparenten Dialog mit den Bürgern der Stadt.
Auf der Lauensteiner Gemarkung und dem Umland erkennt indes Bürgermeister Michael Lenz ein „großes Potenzial“ für die Ansiedlung von Windenergieanlagen und beruft sich auf die erste Analyse der Windatlasdaten. So könnten auf windreichen Hochflächen der Kommunen Böhmenkirch, Bartholomä und Lauterstein insgesamt bis zu 30 Windenergieanlagen installiert werden, wenn alle wirtschaftlichen und technischen Aspekte berücksichtigt werden.
Lauterstein bemüht sich in dieser Hinsicht um eine Konzentration der Windräder. Der Gemeinderat und die Verwaltung wollen den Prozess aktiv steuern und begleiten, sowie einen Wildwuchs der Anlagen vermeiden. Auch werde mit den anderen Kommunen im Verband Mittlere Fils/Lautertal ein Teilflächennutzungsplan angestrebt, in dem die Ausweisung der Windkraftstandorte erfolgen soll.
Von Seiten der Region Stuttgart laufen Untersuchungen auf Grundlage der Windatlas-Resultate, um Fragen in Hinblick auf Biotope, Naturschutzgebiete, Richtfunkstrecken sowie Tiefflugzonen zu klären. Dadurch wolle man Gebiete definieren, die zur Windkraftnutzung grundsätzlich geeignet, aber auch unzulässig sind. "Der Heldenberg und der Kreuzberg sind zum Beispiel als Naturschutzgebiete für die Windkraftnutzung ausgeschlossen", erklärt der Lautersteiner Bürgermeister.
Um der Bürgerschaft eine transparente Informationspolitik bieten zu können, findet in der Turnhalle des TV Weißenstein am 26. April um 19.30 Uhr ein Bürgerinformationsabend statt, auf dem sowohl Vertreter der Firma WPD Onshore, der Region Stuttgarts, sowie des Regierungspräsidiums Rede und Antwort stehen werden.