Die baden-württembergischen Gemeinde Schlat stimmt einer Änderung des Flächennutzungsplanes zu, um mögliche Standorte zur Nutzung von Windenergieanlagen ausweisen zu können. Die Schlater Bürgermeisterin Gudrun Flogaus bezeichnet dies als ersten Schritt für eine geordnete Planung.
Damit sei jedoch noch nicht sichergestellt, ob überhaupt geeignete Standorte gefunden werden, auf denen die Anlagen installiert werden können. Durch die Änderung des Planes könne jedoch einem möglichen Wildwuchs künftiger Windenergieanlagen entgegengewirkt werden, so Flogaus.
Laut den Daten, die im baden-württembergischen Windatlas aufgeführt sind, finden sich in Lagen am Albtrauf gute Windverhältnisse. „Doch diese Lagen sind sensibel", erklärte die Rathauschefin. Für Schlat seien Windkraft-Standorte am Albtrauf aufgrund der Beeinträchtigung des Landschaftsbilds kaum vertretbar.
Eher denkbar sei hingegen ein Standort auf dem Kuhnberg, was jedoch in Abstimmung mit der Nachbargemeinde Eschenbach planerisch umzusetzen sei. Die Anlagen würden dort bis auf 700 Metern an dortige Wohnbebauungen heranreichen. Jener Standort sei jedoch von Fachleuten bislang nicht untersucht worden, erklärte Bürgermeisterin Gudrun Flogaus.
Die Gemeinderäte Erich Staib und Werner Hößle sprachen sich indes deutlich für eine dezentrale Energieerzeugung durch Windanlagen aus, besonders in Bürgermodellen. So schlug Hößle vor, die Bürger der Gemeinde so früh wie möglich über künftige Anlagenstandorte zu informieren.