Der Arzberger Bürgermeister Hartmut Krieg hofft, dass seine kleine Gemeinde durch Bildung einer Genossenschaft der Ausbau regenerativer Energien vorangetrieben werden kann.
Zu diesem Thema lud Krieg Ende vergangener Woche zu einem Treffen im Ostelbischen Mehrgenerationenhaus Arzberg, bei dem eine Dresdner Rechtsanwältin diverse Möglichkeiten vorstellte, wie eine Genossenschaft gebildet und organisiert werden könnte. Unter den Gästen befanden sich unter anderem Geert Brandtner von der Agrargenossenschaft Arzberg.
Diese betreibt zwischen Blumberg und Kötten bereits eine neue Biogasanlage. Aus dem Wörrstädter Unternehmen juwi, welches seit längerer Zeit im gesamten ostelbischen Raum auf der Suche geeigneten Standorten für die Installation von Windkraftanlagen ist, nahm jedoch niemand bei der Informationsveranstaltung in Arzberg teil. Bürgermeister Krieg bestätigte hingegen einen engen Kontakt zu juwi.
Ein nächstes Treffen solle bereits am heutigen Tag stattfinden. Auch das Unternehmen vertrete einen Standpunkt, der dem Genossenschaftsmodell offen gegenübersteht. Nach eigenen Angaben hat Juwi insgesamt vier mögliche Anlagenstandorte im Blick, besonders konzentriere man sich auf den Standort Blumberg. Allein hier könnten bis zu elf Windkraftanlagen entstehen, die über eine Nabenhöhe von 143 Metern verfügen. Allerdings sei dafür eine Änderung des Regionalplans nötig. Sogenannte „Windvorranggebiete“, die in der Fortschreibung des Plans ausgewiesen sein müssen, seien der Schlüssel zur Umsetzung solcher Projekte, so Krieg.
„Wir müssen uns als Gemeinde Gedanken machen, wie wir uns aus der Energiefessel der Großkonzerne befreien und unabhängig machen können“, erklärte Krieg und forderte die Bildung einer Genossenschaft. „Ein zweiter wesentlicher Leitgedanke müsse es sein, wie die Kommune ihre Einnahmen erhöht“, so der Bürgermeister.