In der Verbandsgemeinde Manderscheid sind mehrere Anlagen von bis zu 200 Metern Gesamthöhe geplant, wodurch Hoteliers und Gastronomen aus der Region eine Zerstörung des Landschaftsbild befürchten.
Die Manderscheider Ortsgruppe des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands verlangt daher in einer Unterschriftenaktion nach touristischen Tabuzonen für Windräder. Der Rat der Verbandsgemeinde wird von den Gastronomen außerdem aufgefordert, eine Beeinträchtigung des Landschaftsbildes durch entsprechende Abstände zu verhindern.
Demnach sollen 4000 Meter Abstand zwischen Anlage und besonderen Aussichtspunkten wie dem Burgberg und 3000 Meter Abstand zu landschaftsprägenden Orten wie dem Meerfelder Maar eingehalten werden. Ein Abstand von 2000 Meter reiche den Gastronomen zu Kulturdenkmälern wie den Manderscheider Burgen oder Naturschutzgebieten.
1500 Meter Abstand sollen außerdem zu Orten mit viel Fremdenverkehr wie Manderscheid oder Meerfeld eingehalten werden, während 1000 Meter Abstand zu Salm-, Sammetbach-, Lieser- und Kleines Kylltal genügen. Die Forderungen der Hoteliers und Gastronomen liegen weit über für Rheinland-Pfalz übliche Verhältnisse. Die Abstände liegen normalerweise bei 1000 Metern zu geschlossenen Ortschaften und 400 Metern zu Einzelgehöften.
Nicht nur die befürchtete „Verspargelung der Landschaft“ verursache Sorgen bei den Gastronomen, sondern auch, dass die Förderung des Tourismus nach einer Fusion der Verbandsgemeinden Manderscheid und Wittlich-Land zurückgefahren werde. „In einem Gespräch hat mir Bürgermeister Christoph Holkenbrink gesagt, dass es für den Tourismus nicht mehr Geld als das Mindestmaß gibt", so der Hotelier Tobias Stadtfeld.