Die Region Waldsachsen in der Gemeinde Schonungen befindet sich in Sachen Energiewende noch am Anfang, doch nun fließt dort der erste Windstrom. Die Überlandzentrale in Lülsfeld nimmt den derzeit größten Windpark der Region in Betrieb.
Dieser besteht aus fünf Anlagen, die jeweils über 2,3 Megawatt Leistung verfügen. Zwei davon verrichten seit 2003 ihre Dienste. Die Enercon-Windräder des Typs E-82 mit einer Nabenhöhe von 108 Metern und 82 Metern Rotordurchmesser kosteten die Überlandzentrale rund 18 Millionen Euro und werden vom Projektierer Juwi installiert.
Allein zirka zwei Millionen Euro kostete die Verlegung des 18 Kilometer langen Kabels, das den Windpark bei Waldsachsen mit dem Heidenfelder Umspannwerk verbindet. „Die Stromverteilung, die Netzstabilität und die Speichermedien sind die Schlüssel für die Energiewende", so die Windkraftexpertin der Überlandzentrale, Alexandra Weber, die optimistisch in die Zukunft der Windkraft blickt.
„Wenn uns vor zehn Jahren jemand gesagt hätte, dass wir binnen eines Jahrzehnts einen guten Teil des Strombedarfs aus regenerativen Quellen decken würden, hätte man das für einen Scherz gehalten." Weber berichte gar von einer Übereinspeisung des grünen Stroms.
„Die installierte Fläche der Solaranlagen würde rein rechnerisch ausreichen, um unseren Strombedarf zu decken". In sonnenschwachen Tagen kann der Ertrag durch die Windenergieanlagen jedoch sehr gut kompensiert werden. Die fünf Anlagen sollen jährlich mit rund 20 Millionen kWh Strom über 5000 Haushalte mit Strom versorgen.