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03.01.2012 10:19
Kategorie: Top-News, Projekte

Energiewende mit Hilfe von Finanzinvestoren


Schon das dritte Private-Equity-Unternehmen hat innerhalb von nur fünf Monaten am vergangenen Donnerstag Interesse an Offshore-Windkraft gezeigt.

Der dänische Investor Brancor Capital wird dem Projektentwickler PNE Wind für etwa 80 Millionen Euro die Rechte für den Offshore-Windpark „Gode Wind II“ abkaufen. Der Park soll im Jahre 2015 fertiggestellt sein und kostet in der Entwicklung über eine Milliarde Euro. Der Einstieg von Finanzinvestoren in derlei Projekte bietet die Lösung für das altbekannte Problem der Finanzierung.

Da Offshore-Windparkprojekte mitunter mehrere Milliarden verschlingen, verzögert sich ihr Fortschritt häufig, da geldgebende Energieversorger oder Banken die technischen Risiken oftmals scheuen. Die hoch gesteckten Ziele der Bundesregierung können ohne den Ausbau der Offshore-Windkraft nicht erreicht werden.

Bis zum Jahr 2030 soll sie 15 Prozent der gesamtdeutschen Stromerzeugung ausmachen, um Atomkraftwerke völlig ersetzen zu können. Bislang sind hierzulande jedoch erst drei Hochseeparks in Betrieb, wobei diese eher kleiner dimensioniert sind. 

"Die Finanzinvestoren haben erkannt, dass sich gute Renditen erwarten lassen, besonders wenn man früh einsteigt und auch gewisse Risiken eingeht", erklärt Martin Billhardt, Chef der PNE-Wind. "Das ist absolut ein Trend und passt zu ihrem Geschäftsmodell." Für Gode Wind II gäbe es noch weitere Interessenten von Seiten der Energieversorger oder auch aus der Branche. Nach Fertigstellung der Windparks planen die Finanzinvestoren ihren gewinnbringenden Windpark weiter zuverkaufen, beispielsweise an langfristige Anleger wie Pensionskassen.


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