Nicht nur Pachtzahlungen sollen für die Verbandsgemeinde Saarburg Profite einbringen sondern auch die Stromerzeugung aus Windenergieanlagen. „Wir müssen das Heft in der Hand behalten und das Geld in der Region." so der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Saarburg, Leo Lauer.
In allen 16 Ortsgemeinden wirbt der Verwaltungschef für die Energiewende durch Windenergieanlagen, entweder im Rahmen einer GmbH oder als Anstalt des öffentlichen Rechts. „Beide Gesellschaftsformen haben Vor- und Nachteile", so der Bürgermeister und warnt vor überhasteten Vertragsabschlüssen mit Windkraftanbietern. „Ein solcher Vertrag sollte einen Passus enthalten, der eine Integrierung in eine spätere große Betreibergesellschaft erlaubt."
Der Stückpreis einer Anlage mit 3,2 Megawatt Nennleistung beträgt derzeit etwa sechs Millionen Euro. Eine attraktive Option, die Bürger in die Investionen einzubeziehen und anteilig profitieren zu lassen wäre ein sogenanntes Bürgerwindrad. Sämtliche neuen Standorte sollten dann in diese Gesellschaft eingebracht werden, so das Ziel des Lenkungsausschusses, in dem ebenso die Ortsgemeinden vertreten sind.
Zwar stehen die künftigen Standorte für Windenergieanlagen noch nicht genau fest, jedoch kommen Serrig, Freudenburg, Irsch und Kirf in Frage. Die übrigen zwölf Gemeinden profitieren durch einen Solidarpakt ebenfalls von den Anlagen.
In mehreren Gutachten, die der Kreis in Auftrag gegeben hat, werden nun die windstärksten Gebiete ausgemacht. Auch werden Fragen zum Landschafts- und Naturschutz in diesen Gutachten geklärt. Die Fortschreibung des Flächennutzungsplans wird jedoch frühestens im Herbst stattfinden, so Lauer.