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26.04.2012 18:44
Kategorie: Projekte, Umwelt, Genehmigung, Regional

Diskussion um Windkraft in Waldbrunn


Mit großer Mehrheit einigte sich die Waldbrunner Gemeindevertretung in Mittelhessen auf Betreiber für zwei Windenergieparks, die teilweise auf Gemeindegebiet entstehen sollen.

Dennoch stellt dies nicht für alle eine optimale Lösung dar. Noch sind keine Pachtverträge geschlossen, jedoch nennt der Beschluss die exakten Anlagenstandorte und legt sich auf mögliche Betreiber fest.

Vier Windenergieanlagen sollen laut Gemeindebeschluss in der Waldgemarkung „Obere Lattendelle" bei Hausen errichtet werden, drei der Anlagen im Gemeinde- und die verbliebene im hessischen Landesforst. Das Dauerthaler Unternehmen Enertrag steht als Investor fest.

In der Waldmark bei Fussingen ist der zweite Windpark geplant, der sich insbesondere auf Mengerskirchener Gebiet erstreckt. Im Waldbrunner Wald entsteht ebenfalls eine Anlage. Betreiber dieses Projektes ist die Firma Hermann Hoffmann Erneuerbare Energien aus Solms-Niederbiel. Dr. Wolfgang Hofmann von der CDU ist jedoch skeptisch gegenüber diesem Vorhaben, da Laufzeitdaten, Kündigungsfristen und Rückbauregelungen unklar seien. „Das ist keine Ablehnung meiner Fraktion, aber hier fehlen wesentliche Dinge."

Für Richard Blum aus der Bürgerliste stehen indes Naturschutzbelange im Raum. Ginge es im geplanten Hausener Gebiet um ökologisch wenig wertvolle Fichten, so fiele ihm eine Zustimmung wesentlich leichter. „In dem Gebiet bei Hausen haben wir es aber mit 120 bis 150 Jahre alten Buchen zu tun." so Blum, der sich durch das Handeln der Investoren und Gemeindeverwaltungen vor vollendete Tatsachen gestellt fühlt.

Indes sprach sich SPD-Fraktionschef Peter Krahl für die Windkraftnutzung aus. Die bis zu 140 Meter hohen Anlagen seien zwar keine Verschönerung der Landschaft, jedoch seien die Gefahren deutlich geringer als die des Atomstroms.


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