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21.12.2011 08:11
Kategorie: Regional, Projekte

Bürger planen eigene Windmessungen


Die jüngst im Landkreis Ebersberg gegründete Fachschaft Energie, bisher bestehend aus einem Hochschulprofessor der Systemtechnik, einem Physiker, zwei Diplom-Ingenieuren und einem Diplomkaufmann, war bislang die treibende Kraft bei den Energiewendeplänen des Landkreises.

Allerdings melden sich auch einige Bürger zu Wort, die engagiert und unabhängig den Einstieg in die Windkraft mitgestalten wollen. Diese haben sich zum Teil aus dem Arbeitskreis Energie und Ressourcen herauskristallisiert. Andreas Schumann aus Ebersberg, Sprecher der Initiative erklärt die Zukunftspläne des Fachkräftegremiums. An einem im Ebersberger Forst befindlichen Messmast, sollen durch den Investor Green City GmbH in 140 Meter Höhe Windmessungen durchgeführt werden.

Die ermittelten Resultate der Messungen sollen anschließend vom Unternehmend ausgehändigt werden, „um eigene, unabhängige Auswertungen und Ertragsprognosen stellen zu können“. Dies lehnte der Investor in den Debatten der Kreisgremien jedoch ab. „Sollte das nicht möglich sein, wollen wir zwei eigene Windmesgeräte in 140 Metern Höhe am Messmast anbringen lassen, um an eigene unverfälschte Daten zu kommen.“ so Schumann, der sich auf eine Zusage zur Errichtung einer solchen Anlage gegen Miete beruft. „Wir sind nicht damit zufrieden, dass die spätere Projektierung mit der Datenermittlung zu tun hat.

Das finden wir nicht in Ordnung“. Andreas Schumann, der in Ebersberg eine Wetterstation betreibt, hat mit Windmessungen bereits Erfahrung. Darauf basierend, soll nun für künftige Messungen ein Heliumballon verwendet werden, der Windgeschwindigkeiten in Orkanstärke aushält. Die Messdaten könnten dabei wöchentlich ausgelesen werden. Für die Finanzierung der Investition will Schumann Sponsoren an Land ziehen, die sich gemeinsam mit den Fachschaftsmitgliedern an den 3500 Dollar Kosten für das Messgerät, Zollgebühren und die Kosten für das Helium beteiligen sollen.


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