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01.06.2012 14:24
Kategorie: Markt, Regional

Bremerhaven: Offshore-Terminal erhält möglicherweise Finanzspritze


Der Bremerhavener Spezialhafen für die Windkraft-Unternehmen wurde bislang ausschließlich mit privaten Mitteln finanziert. Nun bestehen gute Chancen auf finanzielle Unterstützung des Bundes.

Der Bremer Regierungschef Jens Böhrnsen konnte in Berlin bei Verhandlungen um die Energiewende die anderen Bundesländer davon überzeugen, dass nicht nur der Aufbau von Windparks, sondern auch der Hafenbau und den Bau von Errichterschiffen unter das Milliarden-Programm des Bundes fallen muss. „Es gibt eine Erklärung der Ministerpräsidenten“, erklärt Böhrnsen.

Es sei nicht einfach gewesen, Einigkeit herzustellen, allerdings rechne er mit der Zustimmung der Bundesregierung, die bereits am 14. Juni erteilt werden kann, wenn die Ministerpräsidenten erneut mit der Bundeskanzlerin zusammentreffen. „Noch ist nichts unter Dach und Fach“, so Böhrnsen, jedoch gäbe es nun ein wichtiges Signal an die Unternehmen, die Offshore-Terminal errichten wollen. Auch die Werften in Bremerhaven würden von den Entwicklungen profitieren.

Die Debatte zwischen den norddeutschen Bundesländern und Bayern und Baden-Württemberg sei äußerst kontrovers gewesen, so Böhrnsen. In den südlichsten Bundesländern wolle man die Milliarden-Investitionen zur Energiewende lieber für Gaskraftwerke nutzen, als zum Bau neuer Leitungen, mit denen der Offshore-Strom von Norden nach Süden transportiert werden könnte. „Aber die norddeutschen Länder haben deutlich machen können, dass Offshore nicht nur was für den Norden ist“, erklärt Böhrnsen.


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